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Kein Tag
wie jeder andere

Die Artikel aus dem Heft 2/2009 gibt es hier

echt Titel
Wenn Leben ausbricht …
Feste und Feiern strukturieren unser Leben und geben ihm eine Geschichte. Sie schaffen Orientierung, lassen uns genießen und schenken Erinnerungen, die stärken ... »

echt festlich
Von echten Veilchen und falschen Rosen
Es war ein runder Geburtstag und sie feierte ihn so, wie er zu ihr passte: groß. Mit kleiner Band, fünfzig Gästen und einem Zauberkünstler um Mitternacht. ... »

echt Theater
Star für eine Nacht
Bei einem Theaterevent in Wiesbaden stehen körperlich und geistig behinderte Menschen mit ihren Lebensgeschichten im Rampenlicht. ... »
echt zeitlos

Falsche Zeit, echter Rummel
Wenn Weihnachten im Juli wäre – eine Gedankenreise ... »
echt Glaube kompakt

Kein Tag wie jeder andere
Der fast kampflose Verlust des Bußtags war ein Tiefpunkt der evangelischen Feiertagskultur in der Nachkriegszeit ... »

echt alpin
Höchster Segen
Ihre Hochzeit haben Corinna und Klaus Karrenberg ganz hoch oben gefeiert. Die Trauung war einer der Höhepunkte beim Frankfurter Wolkenkratzer-Festival ... »

 

echt Buch- und CD-Tipp

Glückseligkeiten und HabSeligkeiten
Die spirituelle Kraft der Bergpredigt und die Glückseligkeiten des Alltags bringt der Pfarrer und Liedermacher Clemens Bittlinger zusammen. In seinem Büchlein ... »

echt Glaube

Von der Sehnsucht nach dem Himmel

Odo Marquard ist schon über achtzig Jahre alt. Vielleicht mäkelt er deswegen daran herum, dass es ein Zuviel an Festen geben könnte
... »

echt Pro und Kontra

Brauchen wir mehr Events im Leben?

Ralf Schröter vs. Birgit Sander... »

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Aus der RedaktionJ. Rainer didszuweit, Redaktionsleiter (Foto: Richard Menzel)

Bei unserer Entscheidung, dem „Event“ ein Schwerpunktthema zu widmen, hatten wir zunächst das große Bohei vor Augen – wie beispielsweise den Comedian Mario Barth, der es schafft, kleinste Alltäglichkeiten aus dem Leben mit der „Freundin“ zu erzählen und dabei das Berliner Olympiastadion zu füllen. Oder die Fußballweltmeisterschaft, die glauben machte, ab jetzt seien alle Fremden hier zu Gast bei Freunden. Und nicht zuletzt abgefahrene Hochzeitsfeiern zu bester Sendezeit bei den Privaten.

Bei näherem Hinschauen, liebe Leserinnen und Leser,
entdeckt man hinter dem Boom von Events, der immer mehr vom gesellschaftlichen in den ganz privaten Bereich überschwappt, jedoch Tiefgründigeres: Auch Feste und Feiern strukturieren das Leben und geben ihm eine Geschichte. Sie schaffen Orientierung, lassen genießen und schenken Erinnerungen, die stärken.

Kleine familiäre Besonderheiten beim Weihnachtsfest, Einschulung, Konfirmation, der erste Arbeitstag oder Kuss, Heirat oder runde Geburtstage sind im Lebenslauf Höhepunkte, kennzeichnen Einschnitte und Einbrüche, machen Entwicklungen öffentlich. Aber auch Ereignisse, die erschüttern und innehalten lassen, sind Meilensteine auf den Lebenswegen. Trennungen und Tod, Verlust des Arbeitsplatzes oder ein verpatztes Schuljahr geben uns die Chance, zu wachsen, Richtungen zu ändern oder einfach nur innezuhalten.

Solche Stunden und Tage schaffen Gefühlen von krachender Freude bis tiefer Trauer Platz. Sie halten uns einen Spiegel vor, in dem wir erkennen können, wie wichtig wir uns selbst sind. Und welchen Platz wir unseren Mitmenschen einräumen.

 

Herzlich

Ihr


Rainer Didszuweit