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Lebenskraft

Die Artikel aus dem Heft 3/2008 gibt es hier

echt Titel

Wenn man leben und lieben will
Dierk sprüht vor Energie und Zuversicht. Er hätte durchaus Gründe, an sich und der Welt zu zweifeln. Tut er aber nicht ... »

echt Seelsorge
Durch die Nacht getragen
Auch Wiesbaden schläft nie ganz. Denn neben Polizei, Feuerwehr und Rettungsdiensten gibt es hier Menschen, die 24 Stunden bereit sind, den Telefonhörer abzunehmen ... »

echt Leben

Vom Scheitern und Wachsen
Lebenskrisen können nicht nur wachsen lassen, sondern auch in tiefe Verzweiflung führen ... »
echt fit
„Der Schweinehund muss überwunden sein“
Immer mehr ältere Menschen trauen sich in die „Muckibuden“. Sie wollen Krankheiten
vorbeugen, ihre Kräfte und Lebensfreude so lange wie möglich erhalten ... »
echt Glaube kompakt

Die unsichtbare Kraft
Irgendwie ist er wohl aus der Mode gekommen, der Segen. Nur manchmal taucht er noch auf ... »

echt entspannt

Ein ansteckendes Geschenk
Lebensfreude war Stephan Jäger nicht in die Wiege gelegt. Sie wurde ihm geschenkt, als er 42 Jahre alt war ... »

echt engagiert

Konstruktive Wut
Die blinde Tibet-Wissenschaftlerin
Sabriye Tenberken kämpft für eine bessere Welt ... »

echt Glaube
Dass sie auffahren mit Flügeln wie Gänsegeier …

Der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich. Er gibt dem Müden Kraft und Stärke ... »

echt Pro und Kontra

Heilungsgottesdienste für kranke Menschen?

Andreas Hermann vs. Armin Himminghofen
... »

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Aus der RedaktionJ. Rainer Didszuweit, Redaktionsleiter (Foto: Richard Menzel)

Es gäbe genug Gründe, an sich und der Welt zu verzweifeln – oder, liebe Leserinnen und Leser? Und manchmal scheint es so, als seien Jammern und Klagen, Einfordern und Reklamieren die einfachste Art und Weise, Gemeinsamkeit und Übereinkunft zu stiften. Da muss man nicht erst lange überlegen – ein Besuch in der Kneipe um die Ecke oder eine gemeinsame Vesper mit der Wanderbekanntschaft reichen aus, um diese Erfahrung zu belegen.

Aber wer das Empfinden ausspricht, nicht recht bedacht und übervorteilt zu werden, hat zumindest noch eine Ahnung von Schwäche und Überforderung. Und vom Verlangen nach Anerkennung, nach Kraft und Überwindung. Aus diesem Grund haben wir für unsere Ausgabe den Titel „Kraft“ gewählt.

Er könnte auch „Lebensmut“ lauten. Denn von dieser Stärke handeln unsere Geschichten. Sie erzählen vom Scheitern und Gelingen, von Lebensstationen und -krisen. Und davon, wie aus „Seelenmüll“ Lebenskraft wachsen kann – wie ein Mitarbeiter der Telefonseelsorge drastisch beschreibt. Denn der dumm-dreiste Rat „Nimm’s als Chance!“ hat noch niemand geholfen,
Verzweiflung oder Trauer zu überwinden.

Zu einer echten „Grenzüberschreitung“ gehört mehr. Man muss die eigene Grenze erkennen und anerkennen, Wege zur Überwindung suchen und finden – und Menschen, die Wegstrecken teilen.

Christinnen und Christen gelangen beim Nachdenken über Kraft oder Lebensmut recht geradlinig zum Segen: Menschliches Leben ist fragil und verletzlich, recht rudimentär plan- und gestaltbar. Ob man wirklich sein Ziel erreicht, ist nicht nur eine Frage der Orientierung. Die Bitte ist daher alles andere als archaisch: „Gott möge uns schützen und geleiten“.



Ich grüße Sie herzlich
Rainer Didszuweit