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Der Traum vom
Wurzeln Schlagen

Die Artikel aus dem Heft 2/2008 gibt es hier

echt Leben
„Trinche, den Sonntag fahrn mer an Edersee “
Katharina Junghenn erzählt von früher - vom Leben Leben in einem kleinen oberhesischen Dorf ... »

echt bunt

Koriander, Kartoffeln und Kontakte
Seit 28 Jahren sät, pflanzt und erntet der Italiener Elio Passaro in der Kleingartenanlage Eckenheim im Norden von Frankfurt ... »

echt schräg

Mein brauner Daumen
Manche sprechen mit ihren Pflanzen. Reto Locher aus der Schweiz geht noch einen Schritt weiter: Er versucht, die Botschaft des Gartens zu hören ... »
echt selig

Lassen wir das Wissen sein
Wenn SIE IHN fragt, was ER vom Fasten
hält ... »
echt umstritten

Kleiner Mann, was nun?
Vom (un-)bewegten Leben des Gartenzwergs – eine nicht ganz ernst gemeinte (Liebes-)Erklärung ... »

echt Glaube kompakt

Erinnerung an die Zukunft
Am abendlichen Feuer erzählten die Alten Geschichten von der Zeit, als die Welt noch ein einziger wunderbarer Garten war – der Garten Eden. ... »

echt entspannt

„Und der Grabstein kommt in den Teich”
Sibylle Hasler und ihr Mann Wolf-Dieter säen, hacken und jäten jeden Samstag von früh bis spät in ihrem Garten – ein Garten wie ein Geschenk des Himmels ... »

echt europäisch

Querbeet durch die Heilige Schrift

Wie ein Weinstock aussieht, weiß so gut wie jeder. Von Granatapfel, Myrte oder Johannes- brot jedoch hat man kaum ein Bild. Gärten mit biblischen Pflanzen schaffen Abhilfe ... »

echt Glaube

Gottesacker, Ruhegarten

Es gibt nicht wenige Menschen, die gehen regelmäßig auf den Friedhof, um dort einen schönen Spaziergang zu machen ... »

echt Pro und Kontra

Mit Baumschutzsatzungen Grün in den Städten erhalten?

Mark Harthun vs. Rainer Flatter... »

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Aus der RedaktionJ. Rainer didszuweit, Redaktionsleiter (Foto: Richard Menzel)

„Zeige mir deinen Garten und ich sage dir, wer du bist.“ Hinter dieser leicht flapsigen Feststellung, liebe Leserinnen und Leser, steckt bei sorgfältigem Nachdenken viel Tiefgründiges. Denn das Thema Gärten, das zunächst so leicht daherkommt, konfrontiert uns mit existenziellen Fragen. Und lenkt die Aufmerksamkeit unweigerlich auf Gottes Schöpfung. Die Sehnsucht nach einer heilen Welt lässt viele ihre eigenen kleinen Paradiese gestalten. Auf Balkonen, in Klein- oder Vorgärten, mit Blumenrabatten, Kräuterbeeten und mediterranen Terrakottavasen ...
Doch man entdeckt auch anderes: Hinter dem Idyll Bauerngarten erscheint beispielsweise die Geschichte von Nutzgärten, die dem Lebensunterhalt der früher großen Familien dienten. Und dieser Teil war, wie uns eine alte Bäuerin anschaulich erzählt, Frauensache – und ist es zum Teil heute noch. Notwendige, harte Arbeit zum Lebensunterhalt, die Möglichkeit, mit knapperem Geld und eigener Kraft haushalten zu können.
Ganz anders als bei unserem Besuch einer Familie am Taunusrand: Die berufstätigen Eltern erwerben Haus und Grundstück, um es mit ihren Kindern, viel Energie und Einsatz zu nutzen. Obwohl es ökonomisch nicht nötig ist. Gartenarbeit sei sinnstiftend, sagen sie, Energiequelle für den Alltag.
Dass sinnliches Gärtnern und Internet kein Widerspruch sein müssen und auch Schülerinnen und Schüler ansteckt, verdeutlicht vorbildlich eine Lehrerin. Sie geht mit ihnen in einem Bibelgarten querbeet durch die Heilige Schrift.
Auch inmitten der Großstadt, Hörnähe Autobahn und Blicknähe Hochhäuser, wird die integrierende Kraft wachsenden Grüns, exotischer Kräuter auf 300 Quadratmeter Gartenland erlebbar. In einem Kleingartenverein pflanzen und ernten Menschen aus 22 Nationen Gemüse – und oft auch Freundschaft.
Ganz sicher dabei ist bei alledem ein kleiner Mann, der, glaubt man der Statistik, rund 25 Millionen Mal unsere Zierflächen bevölkert – und den wir allein schon darob nicht außen vor gelassen haben: der gemeine Gartenzwerg.

Ich grüße Sie herzlich
Rainer Didszuweit