„ ... dass nichts bleibt, wie es war.”
Die Artikel aus dem Heft 3/2007 gibt es hier

echt Interview

Katja Ebstein

„Weg von diesen irren Heiligen-Kriegs-Führern im Westen wie im Orient” »

echt selbstbewusst

Was war, was bleibt
Drei Menschen berichten von Entscheidungen, die ihr Leben völlig verändert haben ... »

echt bunt

„ ... und unten tobt der Bär”
Im Langener Zentrum für Jung und Alt (ZenJA) werden Generationen gemeinsam aktiv. »
echt Geburtstag

Streitbar und sensibel
An ihrem 60. Geburtstag hält sich die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau ausnahmsweise zurück... »
echt geschmackvoll

Der Pulli
So ein Pulli ist kein schlichter Gegenstand, sondern ein Philosophie. Was das Einkaufen nicht gerade erleichtert ... »

echt Glaube kompakt

Langsam in die Damaskus-Kurve
Die Formulierung „Vom Saulus zum Paulus“ und das „Damaskuserlebnis“ sind sprichwörtlich für eine schlagartige und vollkommene Wende ... »

echt willkommen

„Super freundlich und unkompliziert

Die Wiesbadenerin Karen Seßler berichtet von ihrem Wiedereintritt in die Evangelische Kirche »

echt hingeschaut

Zukunft mit Zweifeln

Stimmungsbilder aus einem Workshop mit Jugendlichen »

echt Glaube

Wenn Raupen wüssten ...

Raupe wie Mensch haben ein Problem: Sie wissen nicht, was aus ihnen einmal wird... »

echt Pro & Kontra

Lebenshilfe aus der Buchhandlung ?

Werner "Tiki" Küstenmacher vs. Ralf Debus »

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Aus der Redaktion

„Heute hier, morgen dort“ – liebe Leserinnen und Leser, manche von Ihnen werden sich noch an den populären Song des Liedermachers Hannes Wader erinnern. Ein Ohrwurm, eine Art modernes Volkslied, das in den 70er-Jahren in vieler Munde war. In einer Zeit, geprägt von Aufbruchsstimmung, Bildungseuphorie und der Hoffnung, vieles ist machbar mit der unbeschwerten Vision, „...dass nichts bleibt, wie es war“. Eigentlich eine Binsenweisheit, denn das Leben verändert sich, ob wir wollen oder nicht. Und manchmal auch in eine Richtung, die wir nicht beabsichtigen.

So wurde auch die Leichtigkeit des Songs von mancherlei Realitäten eingeholt. Die breite Wucht der Studentenbewegung kanalisierte sich in mehr oder weniger parlamentarische Parteien, Reformbestrebungen zerbrachen am Primat der Gewinnmaximierung, einige wenige Menschen drifteten in die Terrorszene ab, andere begannen den „Marsch durch die Institutionen“. Fast ungeachtet dieser Traditionen wird Waders Textzeile ein geflügeltes Wort im alltäglichen Sprachschatz.

Da passt es: In der gleichen Zeit, Ende der 60er, als Hannes Wader in Berlin die Bühnen betritt, tummeln sich dort neben anderen auch Inga und Wolf, Reinhard Mey und Katja Ebstein. Eine Sängerin, die wenig später mit ihrem Song „Wunder gibt es immer wieder“ berühmt wird und in unserem aktuellen Interview zwei Pole miteinander verbindet. Aufbruch und Wille zur Veränderung wie das dazugehörige Gegenstück. Gelassenheit und Besinnung auf Werte, die sich als tragfähig erweisen. Wie dem Willen zum „Trotzdem“, zum wiederholten Neubeginn.

Letztlich spiegeln sich diese gesellschaftlichen Veränderungen und Fragen in jeder persönlichen Biografie wider. Auch hier geht es um Stationen, Abschnitte, Perspektiven. Und um die Frage, was einen treibt, wohin man möchte, was mitzunehmen rentiert und was als Ballast das Fortkommen hindert. Um Lebensplanung und Lebensabschnitte.

Als Mitgliederzeitschrift der EKHN beschäftigen wir uns in diesem Heft-Kontext natürlich auch mit dem 60. Geburtstag unserer Landeskirche – und der Frage, wie man froher und zuversichtlicher leben kann. Ohne mit Tempo 180 in die Kurve zu gehen.

Herzlich, Ihr
J. Rainer Didszuweit