Aus der Redaktion

Es hätte nicht besser kommen können, liebe Leserinnen und Leser: Mitten in der Produktion dieser Ausgabe von echt haben die Leitungsgremien der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) auf ihrer Frühjahrssynode entschieden, das Mitgliedermagazin mit jeweils vier Ausgaben pro Jahr fortzuführen. Präses Karl Heinrich Schäfer, der als „Parlamentspräsident“ verantwortlich für die Leitung der Synode ist, begrüßte den mit deutlicher Mehrheit gefassten Beschluss: „Eine klare Entscheidung war überfällig... Wir brauchen eine gute und starke Öffentlichkeitsarbeit.“
2010 soll eine erneute Akzeptanz-Studie Grundlage einer weiteren Synoden-Entscheidung sein. Die EKHN als eine der größeren der insgesamt 24 evangelischen Landeskirchen in Deutschland ist europaweit die einzige Kirche, die auf einem solchen publizistischen Weg alle ihre Mitglieder viermal im Jahr anspricht. Und das auf dem schnellsten und verlässlichsten Weg: per Post.
Wie könnte sich eine Landeskirche deutlicher positionieren? Dass es nun weitergeht, freut nicht nur uns, sondern sicher auch alle, die in den vergangenen Jahren heftig gegen Überlegungen protestiert haben, echt einzustellen.
Die EKHN setzt weiter auf einen verlässlichen Kontakt zu ihren Mitgliedern. Denn eine Kirche ohne lebendige Kommunikation gibt es nicht: Dazu gehören auch kontroverse Auffassungen und kollidierende Interessen. Sie bieten die Chance, gemeinsame Standorte zu begründen, die Zukunft gestalten können. Sich zu bewegen.
Genau darum geht es in dieser Ausgabe. Schließlich bedeutet Kommunikation auch immer, sich einzulassen – auf andere Menschen, aber auch auf Gott und unseren Glauben. Wie das gelingen kann – darüber sprachen wir mit unserem Kirchenpräsidenten Peter Steinacker. Dabei eröffneten sich überraschende Blickwinkel und Einsichten. Wie auch bei unseren weiteren Themen. Sie beleuchten unter anderem das besondere Verhältnis einer blinden Frau zu ihrem Assistenzhund oder beobachten eine nicht alltägliche Familie, die Streit spielerisch entgegenwirkt.
Herzlich, Ihr
J. Rainer Didszuweit
|