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„Eine herausragende geistliche Persönlichkeit unserer Zeit“


Im Gottesdienst getötet – der Tod von Frère Roger Schutz, Gründer und Leiter der ökumenischen Kommunität in Taizé, macht viele Menschen fassungslos.

Schutz wurde Mitte August während des Abendgottesdienstes in der Kirche von Taizé von einer offenbar geistig verwirrten Frau erstochen. Auch Kirchenpräsident Dr. Peter Steinacker hat seine tiefe Bestürzung über den gewaltsamen Tod von Frère Roger Schutz in einer öffentlichen Erklärung zum Ausdruck gebracht.

Steinacker sagte: „Wir trauern um Frère Roger Schutz, den Gründer der ökumenischen Ordensgemeinschaft von Taizé. Frère Roger war eine herausragende geistliche Persönlichkeit unserer Zeit. Er und die von ihm gegründete Kommunität in Taizé haben den Kirchen unschätzbare geistliche Impulse gegeben. In ihrem Alltag hat die Kommunität beispielhaft die klassischen Ordensregeln in das moderne Leben hinein interpretiert. Sie hat Liturgie und praktisches Leben glaubhaft miteinander verwoben. Und sie hat die konfessionellen Traditionen unverkrampft miteinander verbunden. Sie war und ist damit der Vorreiter der ökumenischen Bewegung und ein Vorbild für die Kirchen. Frère Rogers persönliches Lebenszeugnis hat scheinbar unüberwindliche Grenzen geöffnet. Anlässlich der Trauerfeier um Papst Johannes Paul II. reichte ihm, dem Protestanten, der heutige Papst Benedikt die Kommunion. Wir empfehlen Frère Roger der Gnade Gottes.“ Viele Menschen in der evangelischen Kirche haben einen besonderen Bezug zu Taizé und der stimmungsvollen und zugleich schlichten Art, Gottesdienste zu gestalten.

Dr. Peter Steinacker,
Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau .

 

Foto: EKHN

Dr. Peter Steinacker

Dr. Peter Steinacker

» Übersicht der Gemeinden, die regelmäßig Gottesdienste in der Tradition von Taizé feiern
RED

 


erschienen in echt, 3. Quartal 2005
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