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Glück
Aus der Redaktion
Manchmal hat man den
Eindruck, gerade in wirtschaftlich perspektivarmen Zeiten habe das Glück
Konjunktur: In Gestalt verheißungsvoller Anzeigen, der Aussicht
auf den großen Wurf oder schlicht im Traum von der Wolke sieben.
Wenns
denn so einfach wäre, liebe Leserinnen und Leser. Beim näheren
Hinsehen auf all das Überhöhte und Unerreichbare blitzt jedoch
etwas anderes auf: eine Ahnung davon, was es heißt, seelenfroh'
zu sein, wie wir es in der Titelgeschichte genannt haben.
Und ein weiteres wird klar: Wer vom Himmel-hoch-jauchzen träumt,
trägt immer auch eine Ahnung des Zu-Tode-betrübt-Seins in sich.
Ein Grund für uns, uns auch mit dem Thema Depression zu beschäftigen.
Beide Seiten der Suche nach einem erfüllten Leben, die Gratwanderung
zwischen liebevollem Getragen-Werden und Aushalten von Schmerz und Einsamkeit,
hat unsere Interviewpartnerin Veronika Ferres als ungemein aufforderndes
Bekenntnis formuliert "... ich bin hier, um Grenzen zu überschreiten".
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein gesegnetes Weihnachtsfest und
ein friedvolles Jahr 2005.
Herzlich, Ihr
J. Rainer Didszuweit
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