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Gottes Segen
drückt sich durchaus durch Erfolg aus. Jedoch ist er an Bedingungen
geknüpft. Zum Beispiel, dass man Gottes Gebrauchsanweisungen,
etwa die 10 Gebote, das Geben des Zehnten usw. beachtet. Das hat
mit Wahrhaftigkeit und Verantwortung zu tun. Wer mit den anvertrauten
Gütern gottgemäß umgeht, kann normalerweise auch
mit dem Segen Gottes rechnen.
In der Wirtschaft
weiß man, dass sinnvolle Systeme nicht durch Zufall entstehen.
Gott hat für ökonomische Systeme Gebrauchsanweisungen
und Spielregeln zusammengestellt. Allerdings ist Gottes Segen
kein Mechanismus. Er kommt nicht auf Bestellung und auch nicht
auf Knopfdruck.
Zum Erfolg
gehört immer eine persönliche Beziehung zu Gott. Ich
muss mich fragen: Was hat Gott mit mir vor? Wie führt er
mich? Wie erzieht er mich? Gott hat sachliche und wirtschaftliche
Ziele mit mir, aber er hat auch Charakterziele. Wir alle wissen,
dass zu früher und zu billiger Erfolg schädlich und
gefährlich sein kann.
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Die Vorstellung,
dass der Erfolg ein sichtbares Zeichen dafür ist, dass ein
Mensch von Gott gesegnet ist, macht den Segen klein und handhabbar.
Wer meint, mit dem Segen Gottes auf Grund seines Verhaltens rechnen
zu können, nimmt Gott das Unberechenbare. Einer, der Gott
den Segen abgerungen hat, Jakob, der ging mit einer Behinderung
davon. Er hinkte. Das war sein Segenszeichen.
Wenn ich die
Flüchtlinge in der Flughafen-Unterkunft am Ende des Gottesdienstes
segne, ist das keine Garantie für den positiven Ausgang ihres
Asylbegehrens. Die Gesegneten stellen sich unter das leuchtende
Angesicht Gottes und vergewissern sich inmitten ihrer Angst der
Liebe Gottes.
"Ich
segne dich und du sollst ein Segen sein", heißt es
im ersten Buch Mose (1. Mose 12). Gottes Segen befähigt nicht
zum Erfolg. Gottes Segen ermächtigt, ein Segen füreinander
zu sein. Segnen bedeutet "gutsagen". Gott spricht uns
gut zu und er traut uns Gutes zu.
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