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Freie evangelische
Gemeinden heben sich bewusst vom Modell der Volkskirche ab. Es
ist für uns unakzeptabel, Menschen zu Christen zu erklären,
die sich dazu nicht bekennen. Das Kriterium für eine Kirchenmitgliedschaft
ist der persönliche Glaube, wie er im Evangelium begründet
ist.
Es ist bedenklich,
wenn man sich zu sehr an den Zeitgeist anpasst, um Mitglieder
um jeden Preis zu halten. Ein Beispiel ist die Segnung von Homosexuellen.
Es muss vielmehr darum gehen, Männer und Frauen für
verlässliche Gemeinschaften zu gewinnen. Vergrößerung
der Gemeinden auf Kosten der Inhalte ist nicht akzeptabel.
Freikirchen
zeichnen sich aus durch übersichtliche Strukturen. Wir sind
keine Pastorenkirche, jeder kann sich mit seinen Fähigkeiten
engagieren - auch im Gottesdienst. Wenn alle Gemeindeglieder an
Leitungsaufgaben teilhaben, entsteht lebendige Gemeinde. Menschen
geben ihren finanziellen Beitrag gerne freiwillig und können
vor Ort sehen, wo er eingesetzt wird.
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Die Volkskirche
ist die einer modernen demokratischen Gesellschaft angemessene
Organisationsform der Kirche. Sie vereinigt verschiedene Frömmigkeits-
und Lebensstile unter einem Dach. In ihr Mitglied zu sein und
sich in ihr zu engagieren, ist für viele Menschen eine sehr
bewusste Entscheidung - und auch ein Bekenntnis.
Die Vielfalt
in der Volkskirche verhindert, dass man es sich mit den eigenen
Ansichten in einer Nische bequem macht. Sie fördert den Austausch
über Glaubensfragen und erhält die Kirche diskussionsfähig.
Um Wahrheiten muss man gemeinsam ringen. Eine Kirche, in der alle
die gleiche Frömmigkeit haben, wird auf Dauer langweilig.
Nur eine Volkskirche
kann sich den Menschen auf so breiter Basis zuwenden. Man denke
nur an die vielfältigen diakonischen Hilfsangebote, die ohne
Kirchensteuer nicht möglich wären. Sie sind ein besonderes
Zeugnis von gelebtem Glauben. Die vielfältigen Veranstaltungs-
und Gottesdienstformen sind Ausdruck einer modernen Volkskirche,
die einladend ist für alle.
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