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Christoph Mohr, 43, ist Pfarrer
der Evangelischen Kirchengemeinde
Nieder-Ramstadt.
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Wilfried
Plock, 47, ist
Leiter der Konferenz
Gemeindegründung.
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Individualisierungsschub,
Wertewandel, Globalisierung verändern unsere Gesellschaft.
Die traditionellen Gottesdienstformen sind vielen Menschen fremd
geworden. Daher ist die Kirche gefordert, zeitgemäße
Antworten zu finden. Wir brauchen viele Gottesdienste, die auf
unterschiedliche Lebensstile in unserer Gesellschaft eingehen.
Neue Gottesdienstformen
verändern die Gemeinde zum Positiven. Menschen finden Kontakt
zur Kirche und sind bereit, wieder Verantwortung zu übernehmen.
Für die Jugendarbeit finden sich neue Mitarbeiter. Ziel ist,
bislang kirchendistanzierte Menschen für Gemeindeleben zu
interessieren, denn christlicher Glaube ohne Gemeinschaft steht
in Gefahr, zu verkümmern.
Die Gegenwart
Jesu im Gottesdienst ist nicht an Frömmigkeitsstile, liturgische
Formen oder gar Zeiten gebunden. Wo zwei oder drei in seinem Namen
versammelt sind, geschieht Gottesdienst. Als Protestanten haben
wir Freiheit, Formen zu entwickeln, die aktuellen Entwicklungen
Rechnung tragen. Die Botschaft von der Liebe Gottes soll alle
Milieus unserer Gesellschaft erreichen. Das ist der unaufgebbare
Auftrag Jesu Christi für seine Kirche.
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Langfassung dieser Stellungnahme
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Das Zusammenkommen
der Gemeinde hat nach der Schrift
den Zweck der Anbetung Gottes, der Erbauung der Gläubigen.
Wenn Nichtchristen unseren Predigten zuhören wollen, sind
sie selbstverständlich herzlich willkommen und schon
mancher wurde auf diesem Wege von Gott angesprochen. Wir werden
jedoch nirgendwo aufgefordert, das Gottesdienstprogramm
und die Verkündigung auf Suchende auszurichten.
Uns bieten
sich ungezählte andere Möglichkeiten zum Evangelisieren.
Warum sollten wir es gegen den neutestamentlichen Grundsatz im
Gottesdienst praktizieren? Tun wir es dennoch, treibt uns nicht
die Heilige Schrift, sondern Pragmatismus. Wir machen aus dem
Heiligtum einen Vorhof. Wir tauschen sozusagen
unser Tafelsilber gegen Plastikbesteck ein.
Wer seine
Veranstaltungen nach dem Geschmack der Nichtchristen ausrichtet,
der muss zwangsläufig Rockmusik, Theaterstücke, thematische
Predigten einsetzen. Das Motto lautet dann oft unbemerkt: Hauptsache,
ich bekomme möglichst viele Besucher meiner Zielgruppe in
meine Veranstaltung. Ob Gott dann auch noch unter den Besuchern
ist?
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Langfassung dieser Stellungnahme
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