Rainer Didszuweit [Foto: Heike Rost]Aus der Redaktion

Auf den ersten Blick scheint es ein unauflösbarer Widerspruch zu sein, liebe Leserinnen und Leser. „Mit allen Sinnen“ und Kirche?
Mit der Sinnlichkeit ist es doch eher ein Kreuz in der protestantischen Tradition und wenn wir an Kirche, Gottesdienste und Glauben denken, assoziieren wir flugs die Kirche des Wortes, der Gelehrsamkeit, des Reflektierens, Begründens ...

Schlicht und karg viele kirchliche Räume, den Blick auf das „Wesentliche“ gerichtet, ohne Ablenkung auf das, was uns sonst im Leben wichtig und wert ist: ein Alltag voll gefüllt mit Sinnlichkeit, Dinge, die man riechen, schmecken, sehen und fühlen kann und über die man sich freut. Auf die Spurensuche nach einer solchen Sinn-vollen Kirche, die es durchaus gibt, haben wir uns begeben. Und auf die Suche nach Antworten, was Sinnlichkeit ausmacht. Was wir brauchen, um bei uns zu sein, uns rund zu fühlen, behaglich und geborgen. Aus diesem Grund waren wir für Sie in einem Erlebnismuseum, stellen Ihnen das Projekt LebensArt vor und haben mit Menschen
über Sinnliches gesprochen: Was ihnen ihr Sport bedeutet oder auch nur die leichtfüßige Annäherung beim Flirt.

Vielleicht kann der Blick über den Tellerrand kirchlichen Alltags helfen, unsere Kirche (noch) sinnlicher zu gestalten. Einen weiten Raum zu schaffen fürs Feiern, Essen und Trinken, Tanzen und Reden. Und um Gott zu loben, der uns einen lust- und leibfreundlichen Glauben schenken kann.


Herzlich,
Ihr J. Rainer Didszuweit

Mit allen Sinnen

Einige Artikel aus dem Heft 2 / 2004 gibt es hier
Mitgliedern der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wird das Heft kostenlos zugeschickt

echt LebensArt

Bunte Kirche: