Rainer Didszuweit [Foto: Heike Rost]Aus der Redaktion

Das Heftthema Zukunft hatten wir seit langem geplant - nicht ahnend, wie aktuell es für uns selbst werden würde: Wegen massiver Kirchensteuer-Einbrüche muss die EKHN sparen. Die Medien haben darüber berichtet. Die Kirchenleitung hat deshalb unter anderem vorgeschlagen, echt zum 1. Januar 2005 einzustellen. Das war Anlass für viele von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, sich bei uns zu melden. [ » Leserbriefe ] Wie auch Synodale und andere Engagierte wollten Sie gegen diesen Vorschlag aktiv werden. Danke. Es wurde noch keine Entscheidung getroffen. Die Synode wird über die Sparvorschläge im November beraten und wohl im nächsten Februar entscheiden. Bei echt aber geht es nicht um die Frage, ob es auch etwas weniger sein dürfte. Schon seit 1997 sind bei uns alle Einsparungs-Möglichkeiten ausgereizt. Ein Beispiel: Würden wir ein Heft weniger pro Jahr produzieren, blieben die Kosten dennoch fast unverändert, weil wir beim (unverzichtbaren) Vertrieb mit der Bundespost in einen teureren Tarif rutschten. Deshalb heißt bei echt die Frage nur: ja oder nein.
Wir, die Redaktion, würden einen wichtigen Auftrag verlieren, wenn es echt nicht mehr gäbe. Aber was verlöre die EKHN? Einige Fakten: Die EKHN hat etwa 1,8 Millionen Mitglieder, und echt kostet derzeit 1,8 Millionen Euro im Jahr. Die Kosten betragen also rund 1 Euro pro Mitglied und Jahr. Auch nach dem gravierenden Kirchensteuer-Rückgang erhält die EKHN rein statistisch im Durchschnitt von jedem Mitglied gut 200 Euro Kirchensteuer pro Jahr. Das heißt: Der "Luxus" des einzigen flächendeckenden Mitgliedermagazins einer Kirche in der Bundesrepublik kostet die EKHN jährlich 0,5 Prozent der Kirchensteuer-Einnahmen. Zu viel?
Längst ist echt bei über 70 Prozent der EKHN-Mitglieder bekannt und beliebt. Hunderte von Anrufen und Briefen jeden Monat, Zehntausende von verschickten Service-Listen zeigen uns, dass diese Art der Verbindung hoch geschätzt wird. Drei wissenschaftliche Umfragen in 10 Jahren haben den Beweis erbracht: Die Zustimmung lässt nicht nach, sie wächst. echt ist eine Marke geworden: für den lebendigen Dialog einer Kirche mit ihren Mitgliedern. Für 0,5 Prozent der Kirchensteuern. Viele andere Kirchen beneiden sie darum.
Das soll nun - vielleicht - zu Ende sein. Aus Kostengründen. Die Kirchensynode wird es entscheiden, und wir müssen diese Entscheidung respektieren. Im Falle des Falles müsste sich die Redaktion nach anderen Auftraggebern umsehen. Aber lieber würden wir für die EKHN arbeiten. Vielleicht verstehen Sie das.

Herzlich,
Ihr J. Rainer Didszuweit


echt aktuell

Pro & Contra:
Ist die Körperwelten-Schau moralisch verantwortbar und pädagogisch sinnvoll?


Vorausschauend
Hoffnung aus der Zukunft

lautet diesmal das Thema.
Einige Artikel aus dem Heft 4 / 2003 gibt es hier
Mitgliedern der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau wird das Heft kostenlos zugeschickt

echt Interview

"Ich habe mich immer für das Neue entschieden"

- Bundesministerin Renate Schmidt -
echt Bibel
Zum Jahr der Bibel 2003 ( Teil 4 )

- Wider Worte
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Diesmal: Wie liest man eigentlich die Bibel?
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         Kritisch ?