Aus
der Redaktion
Wie die Alten
sungen, so zwitschern auch die Jungen, weiß der Volksmund.
Konfrontiert mit dieser Lebenserfahrung stöhnen die einen entsetzt
auf, während andere fast selbstvergessen ein Schön wärs
murmeln.
Wurden Grundsätze, Erfahrungen, Wissen wie Orientierung
und auch der Glaube früher fast naturwüchsig von Großeltern
an die Kinder und Enkel weitergegeben, schaut es in unserer globalisierten,
medial kommunizierenden Welt ganz anders aus. Flexibilität wie
Neuorientierung sind das Gebot der Stunde.
Ist der Rat der Vorvorderen oder der Eltern noch gefragt, können
die sich überhaupt noch in die Lebenswirklichkeit ihrer Kindeskinder
oder Kinder einfühlen und eindenken? Müssen die das überhaupt
oder kommt man nicht unbeschwerter und selbstbewusster alleine klar?
Der gesellschaftliche Kontext ändert sich und damit auch
unsere Beziehungen. Wie kann man trotz der Gegensätze in Verbindung
bleiben?
Und da sind noch die Ängste vor Krankheit oder Einsamkeit im Alter.
Aber auch manche Hoffnungen, als Rentner endlich mal das tun zu können,
wofür man sonst nie Zeit hatte. Wir haben gefragt. Zum Beispiel
drei Enkel, welche Rolle ihre Großeltern in ihrem Leben gespielt
haben, oder, was es bedeutet, Vater und Mutter zu ehren mit Gottes
Versprechen, auf dass man lange leben werde.
Wir haben mit Menschen gesprochen, die andere im Sterben begleiten,
und mit dem nachdenklichen Rockstar Peter Maffay einen Blick hinter
die Bühne auf ein bewundernswertes Engagement werfen können.
Und ganz zum Schluss, liebe Leserinnen und Leser, konnten wir es uns
nicht verkneifen, ungezogene Gedanken über furchtbare Alte
loszuwerden.
Ich grüße Sie herzlich
Ihr J. Rainer Didszuweit