Rainer Didszuweit [Foto: Heike Rost]Aus der Redaktion

Durch die Liebe und den Tod berühre der Mensch das Unendliche, hat einmal der französische Literat Alexandre Dumas formuliert - und damit die zwei wesentlichen Grenzbereiche unseres Lebens gekennzeichnet. Nachvollziehbar, liebe Leserinnen und Leser, ist das für die Liebe. Sie ist heimlicher Motor wie unheimlicher Prellbock in unserem Leben, reicht vom überbordenden Gefühl, romantischer Verklärung und Sinnstiftung bis hin zu Enttäuschung und Hass. Und den Traum von der großen Liebe haben wir alle schon einmal geträumt.
Liebe und Verstand, so heißt es in diesem Zusammenhang, gingen selten Hand in Hand. Es scheint, als seien wir diesem Gefühl mehr oder weniger ausgeliefert. Kaum in der Lage, aktiv gestaltend mit ihm umzugehen. Wir haben mit einer Paartherapeutin darüber gesprochen, was das Zentrum einer Beziehung ausmacht und wie man sie erfüllend und befriedigend gestalten kann.
Und wir haben von jungen wie reiferen Menschen das Alphabet der Liebe buchstabieren lassen. Denn die erste Liebe schreibt sich anders als die zweite oder eine späte. Auch die Abgründe der Liebe haben uns gereizt. Wir wollten erfahren, was sich alles unter dem Deckmantel verbergen kann, wenn Liebe so auffällig uneigennützig und edel auftritt. Denn gerade der Blick auf die schwarzen Seiten der Liebe kann in glücklichen wie scheiternden Beziehungen Wege aufzeigen, die aus zerstörerischen Beziehungsverstrickungen herausführen - oder sie verhindern.
Das Fest der Liebe steht bevor, Weihnachten. Klar, dass wir in Erwartung dieses Festes auch den "lieben Gott" nicht vergessen. Und auf die verblüffende Fragestellung stießen, was der wohl mit einem Backofen gemeinsam hat.
Die Einsicht aus dieser Überlegung teilen wir mit Martin Luther. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen ein liebevolles und gesegnetes Weihnachtsfest.