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Pro:
Alice Pfeiffer, 66, lebt in Wiesbaden und hat zwei Enkelkinder
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Contra:
Helgard Klein, 62, aus Eppstein-Bremthal hat zwei Kinder und drei
Enkelkinder
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Ich
übernehme bewusst Verantwortung für die Erziehung meiner Enkel –
natürlich Hand in Hand mit den Eltern. Ich führe viele Gespräche
und habe beispielsweise dazu beitragen, dass meine Enkelin erfolgreich
eine Therapie gegen ihre Angst machte.
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Großeltern
sollten sich heraushalten aus der Erziehung ihrer Enkel. Junge Eltern
wollen ihre eigenen Wege gehen und dürfen auch Fehler machen. Das
ist wichtig, um sich von den eigenen Eltern zu lösen. Auch wir wollten
damals keine Einmischung.
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Wenn
ich meine, bei der Erziehung meiner Enkel läuft etwas in die falsche
Richtung, frage ich meine Tochter, was sie sich dabei denkt. Dann
können wir zusammen das Für und Wider abwägen. Meine Tochter selbst
möchte so von meiner Erfahrung profitieren.
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Es
ist nicht mein Recht, als ein „Familienoberhaupt“ zu prüfen, ob
alles mit rechten Dingen zugeht. Junge Familien schaffen sich ihre
eigene Familientradition, denn jeder Ehepartner bringt ja seine
eigene Vergangenheit und Prägung mit.
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Als
Großmutter fühle ich mich verantwortlich, ethische und kulturelle
Werte weiterzugeben. Zum Beispiel habe ich meiner Enkelin eine Kinderbibel
geschenkt und lese ihr regelmäßig daraus vor. Sie stellt mir dazu
auch jede Menge Fragen.
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Wenn
es mir gelungen ist, meinen heranwachsenden Kindern Wertvorstellungen
zu vermitteln, werden sie diese von selbst an ihre Kinder weitergeben.
Ich beobachte, dass das in unserer Familie mit Werten wie zum Bespiel
Rücksichtnahme gut klappt.
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Es
gibt Dinge, die meine Enkel zu Hause dürfen, aber bei der Oma nicht.
Zum Beispiel lege ich Wert darauf, dass sie ihre dreckigen Schuhe
ausziehen und auch beim Tischdecken helfen. Dadurch lernen sie,
Rücksicht zu nehmen.
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Ich
möchte ein offenes Verhältnis, und nicht, dass meine Kinder meine
Enkel warnen: „Vorsicht, bei der Omi dürft Ihr das nicht sagen.“
Wenn ich auf meine Enkel aufpasse, mache ich es so, wie ich es für
richtig halte, und weiß, dass ich den Rückhalt der Eltern habe.
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