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Rollenspiele
Die Artikel aus dem Heft 2/2010 gibt es hier

echt Interview
„Der klare Blick aufs Leben ...“
echt sprach mit Jürgen Klopp ... »

echt exotisch
"Got hat mit meinem Leben etwas vor"
Eine Diakonisse, hat sie früher gedacht, geht immer schön langsam und gesittet über die Flure. Siel albert nicht herum, ist leise, redet wenig. "Ich bin keine typische Diakonisse" sagt Schwester Heidemarie. ... »

echt Glaube kompakt
Zerstörte Träume
Die E-Mail war harsch im Ton. Sie hatte die gleiche Botschaft wie viele andere in jenen Tagen auch. Es sei ja wohl das letzte, schreib da jemand, dass in Hannover eine leibhaftige evangelische Bischöfin mit 1,6 Promille
... »

echt Net
Ein neues gesicht für Hinz und Kunz
Twitter, Facebook und Co.. ... »

echt anders
Eroberer und Models
Jean-Felix Belinga Belinga stammt aus Kamerun und lebt seit dreißig Jahren in Deutschland. Für echt wagt er einen besonderen Blick auf beide Kulturen. ... »

echt parteilich
Mitunter stinkautoritär
Der Pädagoge Wolfgang Bergmann hat etwas gegen Prinzipien, gegen Disziplin und gegen Tütelpädagogik. Er findet was Kinder brauchen, sind coole, gelassene Eltern. ... »

echt liebevoll
"Jung und dumm und wussten von nichts ..."
11 Uhr am Vormittag. Zeit für Leonhard Passet, seine Tabletten zu nehmen. Der 81-Jährige hat Parkinso, ist vom Alter gezeichnet. Bevor er die Pillen schluckt ... »

echt Glaube
"Aufatmen können und leben ..."
Manchmal muss Christiane sich festhalten, Orientierung suchen. Wer bin ich?, fragt sie sich. Und sarkastisch fügt sie dann hinzu: Und wie viele? ... »

echt Meinung
Sollte man Jungen und Mädchen in manchen Fächern getrennt von einander unterreichten?
In der Regel werden Jungen und Mädchen an deutschen Schulen in "gemischten" Klassen gemeinsam Unterreichtet. ...»

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Aus der RedaktionJ. Rainer didszuweit, Redaktionsleiter (Foto: Richard Menzel)

„Bei uns gibt es keine Kleinfamilie mit Vater, Mutter und ein oder zwei Kindern“, erzählt Jean-Felix Belinga Belinga. Der Beauftragte für interkulturelle Bildung des Zentrums Ökumene der EKHN stammt aus dem afrikanischen Kamerun und ermöglicht den echt-Lesern, mit seinen Augen auf die bundesdeutsche Kultur, unsere Familien, unsere Rollen als Mann und Frau zu schauen. „Es gibt noch nicht einmal eine Großfamilie mit Vater, Mutter und sieben oder acht Kindern. Es gibt nur eine einzige Riesenfamilie.“

Und damit, liebe Leserinnen und Leser sind wir mitten in der Thematik unseres Heftes: Es geht um Lebensentwürfe und Lebenspläne, es geht um Lebenswege wie auch darum, was für ein Gewicht die Erziehung hat. Und was Kinder brauchen. Zu Letzterem artikuliert der streitbare und renommierte Kindertherapeut Wolfgang Bergmann provokante Vorschläge: „Hört auf, euch ständig auf das Wohl und Wehe eurer Kinder zu fixieren. Das raubt ihnen Spiel- und Erfahrungsräume“, sagt er. Und eine damit verbundene Harmoniesucht hindere Jungs daran, sich mit ihrer Männlichkeit vertraut zu machen.

Darüber ist Jürgen Klopp, einer der populärsten Trainer der Bundesliga, ohne Zweifel hinaus. Umso verblüffender sind die Hintergründe, die der Profisportler im echt-Gespräch für ein authentisches Leben richtungsweisend hält: das Urvertrauen durch die Liebe in der Herkunftsfamilie, eine Ruhe in Gott wie einen „absoluten moralischen Leitfaden“ durch seinen Glauben.

Den hat Schwester Heidemarie, wenn auch zunächst über einige Holpersteine hinweg, fast schon durch ihren Beruf. Als Vertreterin einer aussterbenden Berufsgruppe erzählt die 65-jährige Diakonisse über ihren Lebensweg und was sie trägt: „Ich kalkuliere Gott ein, als wäre er nur für mich da.“

Herzlich

Ihr


Rainer Didszuweit