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Zu Hause
Die Artikel aus dem Heft 4/2009 gibt es hier

echt Titel
Wohnverhältnisse
Schmatzend fraßen sich die großen Zähne der Baggerschaufel in die Wand... »

echt Leben
Zu Hause im Kinderhospiz
Luca hat keine Wahl. Sein Zuhause misst exakt neunzig mal zweihundert Zentimeter. Innenmaße. Luca muss liegen, denn er ist sehr
krank. ... »

echt intim
Das Schweigen des Kochlöffels
Entfern das Intimste. Weil es ihre letzte Bitte war, habe ich die Wohnung noch einmal aufgeschlossen. ... »

echt Interview
Überzeugter Minimalist
echt sprach mit Götz Alsmann ... »

echt couragiert
Ein Schmusekissen für Indien
Wer sich für einen Ökumenischen Freiwilligendienst im Ausland entscheidet, muss mit einfachem Leben und wenig Privatsphäre rechnen. ... »

echt Familie
"Zuhause ist, wo man immer auf Schutz hoffen darf"
Patchwork-Familien: Hinter dem sperrigen Begriff verbergen sich oft gescheiterte Beziehungen. ... »

echt Glaube
Mit himmlischen Pass auf der Erde zu Hause
Ein Zuhause braucht der Mensch. Mindestens eins. Manche haben auch zwei, wie der Schriftsteller Henning Mankell. ... »

echt Meinung
Arbeiten in der Stadt - leben auf dem Land?
Über 30 Millionen Menschen in Deutschland pendeln täglich zwischen ihrer Wohnung und ihrem Arbeitsplatz. ... »

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Aus der RedaktionJ. Rainer didszuweit, Redaktionsleiter (Foto: Richard Menzel)

Sicher kennen Sie, liebe Leserinnen und Leser, die vielfältigen Träume vom eigenen Dach über dem Kopf. Ob das nun ein schlüsselfertiges Reihenhaus ist, das in Eigenarbeit restaurierte Fachwerkhaus auf dem Land oder die exklusiv vom Architekten entworfene Wohnhöhle: Ein Haus ist in keinem Fall nur eine Sache mit hochgemauerten Wänden.

Unsere Behausungen und Wohnungen sind mehr als der Schutz vor den Unbilden des Wetters oder Ausdruck einer geografischen Vorliebe. Sie sind so etwas wie eine zweite Haut, geben Raum für Intimsphäre, eröffnen Möglichkeiten zur Selbstdarstellung, geben die Chance zum Rückzug und zur Gestaltung.

Uns beschäftigt in diesem Heft, was Menschen bewegt, die nicht diese geordnete tägliche Sphäre haben oder sie sogar bewusst verlassen oder auflösen. Wie zum Beispiel eine Teilnehmerin und einen Teilnehmer am Ökumenischen Freiwilligenprogramm, die für ein Jahr nach Indien und den Libanon gehen? Ihre Perspektive ist schnell beschrieben: ein einfaches Leben und kaum Privatsphäre.

Und was passiert, wenn sich Familien trennen, neu zusammenfinden? Wo ist da der Ort, an dem sich Kinder geborgen und sicher fühlen? Beim alten oder neuen Vater, dem Wochenendkinderzimmer oder im vertrauten Zuhause?

Mit welchen Gefühlen muss eine Tochter sich auseinandersetzen, die nach dem Tod der Mutter deren Wohnung auflöst und vor der bewegenden Aufgabe steht, ein ganzes Leben sortieren zu müssen?

Die Mauern unserer Häuser geben nicht nur Sicherheit und schaffen eine Grenze zwischen drinnen und draußen. Sie stellen auch Aufgaben, die „ans Eingemachte“
gehen. Insofern lohnt sich ein klarer und auch ein zweiter Blick auf Räume, deren Bedeutung man allzu leicht im Alltag übersehen kann.

 

Herzlich

Ihr


Rainer Didszuweit